{"id":694,"date":"2010-05-02T08:05:00","date_gmt":"2010-05-02T07:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gazetebayern.de\/?p=694"},"modified":"2010-12-05T19:05:41","modified_gmt":"2010-12-05T18:05:41","slug":"volkermord-an-armeniern-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gazetealmanci.de\/?p=694","title":{"rendered":"V\u00d6LKERMORD AN ARMEN\u0130ERN?"},"content":{"rendered":"<h3>D ie Sendung der\u00a0 ARD am 9.4.2010,\u00a0 um 23.30 \u00fcber\u00a0 &#8216; V\u00f6lkermord An Armeniern\u201c<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-657\" style=\"border: 2px solid black; margin: 8px 4px;\" title=\"pROF-dR-hAKKI kESKIN\" src=\"http:\/\/www.gazetebayern.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/pROF-dR-hAKKI-kESKIN.jpg\" alt=\"pROF-dR-hAKKI kESKIN\" width=\"136\" height=\"167\" \/>MdB 2005-2009; Politikwissenschaftler und Ehrenvorsitzender der T\u00fcrkischen Gemeinde in Deutschland e.V.\u00a0\u00a0\u00a0 Schreibt am 11.04.2010 an die ARD einen Brief.<br \/>\nSehr geehrter Herr Boudgast,\u00a0\u00a0\u00a0 w\u00e4hrend meines Studiums, meiner Promotion, Hochschult\u00e4tigkeit und als Abgeordneter des Deutschen Bundestags\u00a0 sowie im Laufe meines 42 j\u00e4hrigen Lebens in Deutschland habe ich gelernt, dass bei Berichterstattungen, gerade in \u00f6ffentlich rechtlichen Anstalten, auf Ausgewogenheit und Objektivit\u00e4t zu achten ist.<br \/>\nAusgewogenheit bedeutet, wie Sie sicherlich wissen, dass ein Thema nicht aus der Sicht einer Seite dargestellt und er\u00f6rtet werden sollte. Das Kriterium der Objektivit\u00e4t hingegen bedeutet, dass das verwendete Material einer Sendung unverf\u00e4lscht und die\u00a0 Sachlage korrekt dargelegt werden sollte.<br \/>\nIhre Sendung war, zu meinem gro\u00dfen Bedauern, weder ausgewogen noch objektiv. Zu diesem h\u00f6chst komplexen Thema von 1915\u00a0 gibt es unz\u00e4hlige Dokumente und Publikationen,\u00a0 die diese menschlich h\u00f6chst bedauerliche Lage ganz unterschiedlich darstellen und belegen. In der Sendung der<br \/>\nARD wurden die Ereignisse\u00a0 lediglich aus der Sicht der armenischen Seite, also v\u00f6llig einseitig dargelegt. Es wurde g\u00e4nzlich ignoriert, weshalb es \u00fcberhaupt zu einer Deportation der Armenier vor allem aus der Ost-T\u00fcrkei kam. Es wurde unterschlagen, dass bewaffnete armenische Aufst\u00e4ndische auf der Seite der rusischen Armee gegen die osmanischen Armee in der Ostt\u00fcrkei gek\u00e4mpft haben, gemeinsam mit russischen Besetzern Massaker gegen die t\u00fcrkische und muslimische Bev\u00f6lkerung in der ganzen Ostt\u00fcrkei ver\u00fcbt und dabei hunderttausende Menschen get\u00f6tet haben.<br \/>\nDie Deportation war also eine Reaktion des sich mit Russland im Krieg befindenden Osmanischen Reich auf diese h\u00f6chst dramatische Situation. Ihre Berichterstattung war nicht objektiv, weil sie zumeist nachweislich verf\u00e4lschtes Material in Ihrem Film und Darlegungen benutzt haben.<br \/>\nSicher kann das harte Vorgehen der osmanischen F\u00fchrung, die \u00fcbrigens von der deutschen Generalit\u00e4t ma\u00dfgeblich beeinflusst war, kritisiert werden.<br \/>\nNicht vergessen werden darf jedoch die \u00e4u\u00dferst schwierige Lage des Landes, welches sich im Ersten Weltkrieg befand, und dass die armenischen Aufst\u00e4ndischen f\u00fcr die Gr\u00fcndung eines eigenen Staates auf der Seite Ruslands gegen das eigene Land und Volk k\u00e4mpften.<\/p>\n<p>Wenn der ARD-Film diese ganz elementare Sachlage ausblendet und lediglich von der Deportation und Ermordung Armenern spricht, ist dies gewollt einseitig und manipulativ.<br \/>\nWenn die ARD etwa mit dem \u201eV\u00f6lkermord\u201c, wie gegen die Juden in Deutschland und in Europa Parallelen ziehen will, dann ist dies fahrl\u00e4ssig und in keinster Weise hinnehmbar. Kein einziger Jude in Deutschland hat, bevor er in ein Konzentrationslager gebracht wurde, die Waffe in die Hand genommen und Aufst\u00e4nde gegen das eigene deutsche Volk organisiert oder je einen Menschen get\u00f6tet.<br \/>\nDie Verwendung des Begriffs \u201eV\u00f6lkermord\u201c ist dann\u00a0 erlaubt, wenn eine Minderheit wegen ihrer Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Ethnie,\u00a0 Religion oder Kultur vom Staat geplant und gewollt ausgerottet wird, wie die Juden in Deutschland und in Europa.<br \/>\nDies war bei den Armeniern keineswegs der Fall.<br \/>\nIn westlichen Teilen der T\u00fcrkei wurden die Armenier weder deportiert noch kamen sie zu Schaden, wenn sie nicht zu den Aufst\u00e4ndischen geh\u00f6rten.<br \/>\nMeine ausf\u00fchrliche Position zu diesen h\u00f6chst bedauerlichen Erreignissen f\u00fcge ich zu Ihrer Information bei.<br \/>\nWenn die ARD sachlich \u00fcber diese Erreignisse informieren will, w\u00e4re es sicherlich angebracht, die beiden Sichtweisen zur Sprache zu bringen. Daher m\u00f6chte ich Ihnen vorschlagen, Kenner der Materie von armenischer und t\u00fcrkischer Seite zur Ihren Sendunden einzuladen.<br \/>\nMit freudlichen Gr\u00fcssen.<br \/>\n<strong>Prof.Dr.<br \/>\nHakk\u0131 Keskin<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D ie Sendung der\u00a0 ARD am 9.4.2010,\u00a0 um 23.30 \u00fcber\u00a0 &#8216; V\u00f6lkermord An Armeniern\u201c<br \/>\nMdB 2005-2009; Politikwissenschaftler und Ehrenvorsitzender der T\u00fcrkischen Gemeinde in Deutschland e.V.\u00a0\u00a0\u00a0 Schreibt am 11.04.2010 an die ARD einen Brief.<br \/>\nSehr geehrter Herr Boudgast,\u00a0\u00a0\u00a0 w\u00e4hrend meines Studiums, meiner Promotion, Hochschult\u00e4tigkeit und als Abgeordneter des Deutschen Bundestags\u00a0 sowie im Laufe meines 42 j\u00e4hrigen Lebens in [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[15],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gazetealmanci.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/694"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gazetealmanci.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gazetealmanci.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gazetealmanci.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gazetealmanci.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=694"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gazetealmanci.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":696,"href":"https:\/\/www.gazetealmanci.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/694\/revisions\/696"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gazetealmanci.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gazetealmanci.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gazetealmanci.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}